[TRADUCCIÓN] Alemán

Publicado: octubre 6, 2011 en Traducción
German to English: This is an excerpt from a much longer text.
Source text – German
„Erbrecht-Shopping“: Wie man mit liechtensteinischen Stiftungen und Trusts am besten vererbt und enterbt

Liechtensteinische Stiftungen und Trusts sind in der Vermögensplanung deshalb sehr beliebt, weil sie ohne zeitliche Begrenzung einer einzigen Familie oder mehreren Familien Vermögen über unzählige Generationen hinweg erhalten können. Der Stifter bzw. Settlor (Trust) kann damit oft nachhaltig seinen Wunsch verwirklichen, sein Vermögen nicht (frühzeitig) in die Hand seiner Erben zu legen, die damit mitunter gar nicht oder nicht im Sinne des Stifters umzugehen wissen. Diese Gestaltungsfreiheit des Stifters wird jedoch oft durch das jeweils anzuwendende Erbrecht, dem der (verstorbene) Stifter oder Settlor untersteht, stark eingeschränkt: Pflichtteilsrechte sorgen dafür, dass Schenkungen des Stifters an Stiftungen, Trusts oder andere Rechtsträger von und zugunsten der „Noterben“ bzw. Pflichtteilsberechtigten teilweise aberkannt oder ganz rückabgewickelt werden. Der nachfolgende Beitrag soll zeigen, wie ein Stifter durch auf ihn persönlich abgestimmte Rechtsberatung zwischen der besten Rechtsordnung wählen kann, um seine Ziele in der Vermögensplanung durch solche Pflichtteile so wenig wie möglich durchkreuzt zu sehen.

1. „Professio iuris“, Erbrecht und Stiftung

a) Stiftung und Trust als Gestaltungsmittel der Vermögensplanung

Stiftung und Trust unterscheiden sich grundlegend voneinander. Die Stiftung ist ein zweckgewidmetes Vermögen im Rechtskleid der juristischen Person, sodass ab dem Zeitpunkt der Stiftung, wenn also der Stifter auf die Stiftung Vermögen überträgt, dieses nicht mehr dem Stifter, sondern allein der Stiftung gehört. Die Stiftungsräte als Organe der Stiftung haben dann den Stifterwillen, wie mit dem Vermögen zu verfahren ist, gemäss Statuten und Reglementen zu vollziehen. Eine solche Vermögensübertragung findet auch wesensgemäss beim Trust, der Treuhänderschaft nach liechtensteinischem Recht statt. Auch hier fällt das Trustvermögen nicht in den Nachlass des Stifters, der beim Trust Settlor bzw. Treugeber heisst. Der Trust ist jedoch keine juristische Person, sondern eine Sonderbeziehung zwischen Treugeber und Treuhänder, der am Trustvermögen, dem Treugut, Eigentum erlangt und dieses für die Begünstigten hält und verwaltet.

b) Stiftung und Testament – zwei Gegensätze?

Trust- und Stiftungsvermögen bleiben – von einer Ausnahme abgesehen (vgl. gleich unten c) – beim Tod des Geschenkgebers (Stifters, Treugeber) grundsätzlich den Begünstigten allein erhalten. Begünstigte der Stiftung bzw. des Trust können, müssen jedoch nicht mit den Erben des Stifters ident sein. Es steht also grundsätzlich dem Stifter frei, das Stiftungsvermögen ganz anderen Begünstigten als seinen gesetzlichen Erben zu widmen. Testament und Nachfolgeregelungen in der Stiftung sind daher voneinander völlig getrennt zu sehen.

Mit dem Testament verfügt der Erblasser über sein Vermögen, das ihm bis zum Ableben gehört hat; bei der Stiftung verfügt er durch Erlass von „Reglementen“, die Testamenten inhaltlich oft gleichen mögen, über das Vermögen der Stiftung, das er lebzeitig oder mit dem Tode auf die Stiftung überträgt. Weil das Stiftungsvermögen zum Zeitpunkt des Todes des Stifters auch nicht in den Nachlass fällt, bleiben beide Vermögen dauerhaft getrennt. Durch die Stiftung wird es dem Erblasser also möglich, zwei verschiedene Erbfolgeregelungen zu treffen.

Translation – English
Inheritance Law Shopping: How to best bequeath and disinherit with Liechtenstein foundations and trusts

Foundations and trusts from Liechtenstein are very popular in planning because they can be retained for many generations in one or more families. The endower or the settlor (trust) can often sustainably ensure his/her intentions not to place his/her estate (too early) into the hands of the heirs, who may not know how to handle it or not the way the endower wishes. The endower’s freedom of discretion is often limited by the respective law of succession to which the endower is subject to: compulsory inheritance rights assure that the endower’s gifts to the foundation, trusts or other legal entities from and for the benefit of the “emergency heirs” for those entitled to a compulsory inheritance are partially denied or completely rescinded. The following article will attempt to show how, using individualized legal consultation, the endower can choose the best legal system to ensure that so few such compulsory heirs as possible get in the way of the estate planning.

1. “Professio iuris,” law of succession and foundation

a) Foundation and trust in arranging estate planning

Foundations and trusts differ from each other fundamentally. The foundation is a set of assets earmarked for a particular purpose and endowed with the legal personality. At the time of the endowment, i.e., when the endower assigns the assets to the foundation, these no longer belong to the endower, but solely to the foundation. As organs of the foundation, the foundation boards have to then execute the endower’s will as to how the assets are to be managed according to statutes and regulations. Such an assignment of assets also takes place in the case of the trust, the trusteeship under the law of Liechtenstein. In this case the assets of the trust also do not fall into the inheritance of the endower, who is named settler or trustor. The trust is, however, no legal entity but rather a special relationship between the trustor and the trustee, who becomes owner of the assets, the trust property, holding administrating this for the beneficiary.

b) Foundation and will—opposites?

Trust and foundation assets remain—with one exception (see c immediately below)—at the death of the gift giver (endower, trustor) solely at the disposal of the beneficiary. The beneficiaries of the foundation or the trust can, but do not however have to be identical with the heirs of the endower. The endower is free to earmark the foundation’s assets to beneficiaries completely different than the statutory heirs. The will and the successive arrangements of the foundations are to be viewed as completely separate from one another.

With a will the testator disposes of his/her assets that belonged to him/her up until death; in the case of the foundation he/she disposes of the foundation’s assets, which he/she transfers to the foundation either while living or at death. Both sets of assets remain permanently separated because the assets of the foundation do not become a part of the inheritance when the endower dies. The foundation opens the possibility for the testator to make two different inheritance arrangements.

 

 

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